Tipps für Schönheit und ein langes Perlenleben


Das Beste vorweg: Bei guter Pflege wird es Ihnen möglich sein, sich über Perlenschmuck von guter Qualität über Jahrzehnte hinweg zu erfreuen. Damit Ihnen diese Freude erhalten bleibt, sollten Sie die folgenden Hinweise beherzigen. Perlen bestehen lt. GIA (Gemological Institute of America) überwiegend aus Calciumcarbonat (92 %), Wasser (4 %) und der Hornsubstanz Conchyn (4 %). Aus diesem Grunde sind sie empfindlich gegenüber chemischen und physikalischen Einflüssen.

  • Tragen Sie Ihre Perlen so oft es Ihnen möglich ist und setzen Sie Ihren Schmuck der natürlichen Feuchtigkeit aus, die in der Luft und auf der Haut vorhanden ist.

  • Tragen Sie Perlen nicht zusammen mit anderen Schmuckstücken aus Edelmetallen und Edelsteinen, da dieser Kontakt Kratzer verursachen kann.

  • Kosmetika:
    Säuren greifen die obere Perlschicht an. Die Zerstörung zeigt sich in matten, stumpfen Stellen, die die Abtragung der äußeren Perlschicht nach sich zieht. Darüber hinaus gelangen Säuren ins Bohrloch und weiten es aus. Fettsekretionen aus den Talgdrüsen der Haut ebenso wie Sonnenöl verkleben die oberen Aragonitplättchen und blockieren so die Lichtbrechung - die Perle wirkt matt.

    Schützen Sie Ihren Perlenschmuck aus diesem Grunde vor Kosmetika, die Fett, Säuren, Bleich- oder Färbemittel enthalten. Dies trifft auf Seife, Shampoo, Körperlotionen, Hautcremes, Deodorants, Schminke, Puder, Haarspray, Parfüm, aber auch auf Mittel gegen Insektenstiche zu. Nicht zu vergessen der menschliche Schweiß mit einer Melange aus Harn-, Fett- und Milchsäuren. Legen Sie Ihren Perlenschmuck daher erst nach dem Schminken, Frisieren und dem Friseurtermin an.

  • Medikamente:
    Sind Sie krank, bettlägerig und/oder nehmen Sie Medikamente ein, hat Ihre Haut einen veränderten Säuregehalt und neigt zu stärkeren Schweißausscheidungen. Sie sollten während dieser Zeit darauf verzichten, Ihren Perlenschmuck zu tragen.

  • Wärme und Hitze:
    Generell gilt, dass die Hornsubstanz Conchyn nicht austrocknen darf, da Risse folgen, die wiederum eine Eintrittstelle für Säuren darstellen. Darüber hinaus werden "ausgetrocknete" Perlen matt, in Folge werden sie sich unschön verfärben. Setzen Sie Ihre Perlen deshalb nicht zu starker Wärme oder Hitze, z. B. dem Fön aus, bewahren Sie sie nicht in der Nähe der Heizung auf und meiden Sie ausgedehnte Sonnenbäder. Ebenso sollten Sie Ihren Perlenschmuck erst nach dem Saunabesuch anlegen.

  • Legen Sie Ihren Perlenschmuck für die Haus- und Küchenarbeit ab.

Reinigung:
  • Reiben Sie Ihre Perlen nach dem Tragen mit einem weichen Tuch ab. Tragen Sie Ihre Perlen oft, so nehmen einmal vierteljährlich ein nebelfeuchtes weiches Tuch mit Alkohol und reiben Sie Ihre Perlen damit ab. Alkohol entfernt den auf der Perle befindlichen Fett-, Säure- und Schmutzfilm. Bei ausschließlicher Verwendung eines weichen Tuches ohne Alkohol, besteht die Gefahr, dass Säure-, Fett- und Schmutzreste lediglich auf den Perlen verteilt, nicht aber entfernt werden.

  • Ist Ihre Perlenkette einmal nass geworden, strapaziert dies den Seidenfaden der Kette. In diesem Falle nehmen Sie Ihr Schmuckstück mit beiden Händen auf, legen es für mindestens 24 Stunden flach auf ein weiches Tuch und lassen es gut durchtrocknen. Dies sollte nicht in Heizungsnähe sein und auch der Fön sollte nicht zum Einsatz kommen.

  • Gönnen Sie Ihrem Perlenschmuck ein bis zweimal im Jahr eine gründliche Reinigung der Perlen und lassen Sie Ihre Perlenkette vom Fachbetrieb neu aufziehen.

Aufbewahrung:
  • Bewahren Sie Ihren Perlenschmuck getrennt von anderen Schmuckstücken auf, damit er nicht zerkratzt wird.

  • Am besten ruhen Ihre Perlen in einem separaten Säckchen aus weichem Naturmaterial oder im Etui. Bitte verwenden Sie keine Ledersäckchen, da Leder Gerbsäure enthalten kann und diese wiederum Ihre Perlen zerstört.

  • Perlen wollen das Tageslicht sehen und die natürliche Feuchtigkeit der Haut und Umgebung "atmen". Ein langer Aufenthalt im Tresor, in Schmuckschränken oder Schubladen schadet Perlen und sollte vermieden werden.