Perle oder Zuchtperle?


Um weltweit einheitliche Definitionen für die Schmuckindustrie zu erhalten, wurde die Handelsorganisation CIBJO (aus dem französischen: Conféderation International de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamantes, Perles et Pierres - Internationale Vereinigung Schmuck, Silberwaren, Diamanten, Perlen und Steine), der momentan 39 nationale Dachverbände angehören, gegründet. Aus den CIBJO-Bestimmungen werden Perlen wie folgt klassifiziert:

Perlen, Naturperlen oder Orientperlen:
Perlen, die zufällig, auf natürliche Weise und ohne menschliches Zutun entstanden sind.

Zuchtperlen:
Durch menschliches Einwirken gezüchtete Perle. Jede auf diese Weise produzierte Perle muss zwingend mit dem Zusatz "Zuchtperle" gekennzeichnet werden, um Verwechslungen mit natürlich entstandenen Perlen/Orientperlen auszuschließen. In der Schweiz und österreich darf neben der Bezeichnung "Zuchtperle" auch der Begriff "Kulturperle" verwendet werden.

Imitationsperlen:
Ganz oder teilweise künstlich hergestellte Produkte. Sie ahmen das Aussehen, die Farbe und auch die Reflexionen von Natur- oder Zuchtperlen nach, besitzen jedoch nicht deren chemische oder physikalische Eigenschaften. Imitationsperlen müssen eindeutig und zwingend als solche gekennzeichnet werden. Zusätze wie "Reproduktion", "Nachbildung", "zuchtperlenähnlich", etc. sind nicht zulässig.