Qualitätskriterien


Größe:
Ein Kriterium, die Qualität einer Perle festzulegen ist die Größe, wobei sie das einzige Merkmal ist, das jeder sofort erkennen und einordnen kann. Generell gilt, je größer die Perle, desto teurer wird sie im Vergleich zu einer kleineren, vorausgesetzt alle weiteren Bewertungskriterien sind vergleichbar. Die Größe wird in mm angegeben. Andere Formen als runde werden in Breite und Länge oder Breite, Länge und Höhe angegeben. Bei Verlaufketten werden die Maße der größten sowie der kleinsten Perle angegeben.

Form:
Zuchtperlen werden in runde, symmetrische und barocke Formen unterteilt, die wiederum mit diesen Formen beschrieben werden:

Runde Form:
  • rund
  • annähernd rund

Symmetrische Form:
  • Eiform/oval
  • Bouton mit runder, leicht bis deutlich abgeflachter Form
  • Tropfen/Birnenform

Barocke Form:
  • Semibarock (unregelmäßige Form, halbbarock)
  • Barock (deutlich unregelmäßige Form)

Farbe:
Dieser Faktor wird bei Perlen in zwei Unterkategorien zerlegt: Körperfarbe und Irisieren/überfarbe. Die Körperfarbe ist die Grundfarbe der Perle, die Intensität dieser Farbe und die Sättigung, d. h. die Reinheit des Farbtons. Unter Irisieren/überfarbe versteht man die bis zu drei nahezu durchsichtigen Farben, die auf der Oberfläche der Perle zu schweben scheinen.

Lüster:
Unter Lüster versteht man den Oberflächenglanz, d. h. die Qualität und Menge des reflektierten Lichts einer Perle. Je besser sich z. B. eine Lichtquelle in einer Perle spiegelt, je intensiver und schärfer sie wahrgenommen wird, desto besser ist der Lüster.

Oberfläche:
Hier wird die Beschaffenheit der Oberfläche ins Auge gefasst. Sind Wachstumsmerkmale (Warzen oder Höcker), matte Stellen, Farbflecken oder Vertiefungen zu sehen. Ebenso Wachstumsringe, Einschnürungen und Einbuchtungen. Selten ist die Oberfläche einer Perle wirklich makellos. Wichtig ist zudem, ob Oberflächenmerkmale sofort erkennbar sind oder etwa in der Nähe des Bohrlochs liegen.